Hackerangriff: 1 Millionen Deutsche ohne Internet

cyberwarEin internationaler Hacker-Angriff setzte am Sonntag vor einer Woche in Sachen “Internetausfall” neue Maßstäbe. Das, was da geschehen ist, das kennen wir so noch nicht, aber wir werden uns wohl daran gewönnen müssen.

Ein sogenanntes Botnet hat am vergangenen Wochenende wichtige Computer (genannt “Server”) der Telekom angegriffen. Dieser Angriff kam vermutlich aus dem Ausland und hatte offenbar das Ziel, die Router der Telekomkunden mit Schadsoftware zu infizieren. Dies ist den Angreifern dem aktuellen Kenntnisstand nach nicht gelungen. Ein Nebeneffekt des Angriffs war dann aber der Internetausfall in fast einer Millionen deutschen Haushalten.

Nun stellen sich dem privaten Nutzer vor allem zwei Fragen: Nämlich erstens, ob ich selbst betroffen bin und mein Router vielleicht befallen ist; und zweitens, wie ich mich vor einem solchen Angriff schützen kann.

Vorsorge

router-blauAls Angriffsziel werden oft die sogenannten Router ausgewählt. Das sind die kleinen meist schwarz-grauen Boxen, die wir an der Telefondose stecken haben. Sie stellen die Internetverbindung her und verteilen diese dann bei uns in der Wohnung, meist über WLAN, an unsere Computer, Laptops und Smartphones. Dieser Router ist nichts anderes als ein kleiner Computer mit einem besonderen Betriebssystem. Dieses Betriebssystem auf dem Router ist ganz ähnlich wie Windows und braucht, wie Windows auch, regelmäßig Updates. Dieses Updates schließen Sicherheitslücken, die im Router-Betriebssystem immer wieder entdeckt werden. Nur, wenn er ein Router regelmäßig diese Updates bekommt, ist er sicher.

Beim aktuellen Angriff wurden ausnahmslos Router angegriffen, die veraltet waren und deren Router-Betriebssystem nicht auf dem aktuellen Stand war. Wer einen neuen (nicht älter als 1-2 Jahre) Router hatte oder in der Vergangenheit die Router-Updates installiert hatte, dem drohte keine Gefahr. Daraus lässt sich schließen: die einfachste Abwehr gegen diese Art von Angriffen ist, dieses Router-Betriebssystem auf dem neusten Stand zu halten.

Nun wird es etwas kompliziert. Es gibt leider sehr viele Router-Hersteller und ebenso viele unterschiedliche Router-Betriebssysteme. Das ist anders als bei einem Laptop, der fast immer entweder zu Microsoft/Windows gehört oder zu Apple. Und weil es so viele dutzende Router-Betriebssyteme gibt, können wir nicht den EINEN Weg zeigen, wie Sie ein Router-Update durchführen. Bitte suchen Sie das Handbuch zu Ihrem Router und schlagen Sie das Kapitel “Update” nach. Ein wenig können wir aber helfen: am häufigsten kommt die sogenannte “FRITZ!Box” vor. Um bei der FRITZ!Box ein Update durchzuführen, folgen Sie bitte unserer Levato-Anleitung: hier entlang.

Nachsorge

testergebnisDie Befürchtung, man könne betroffen sein, ist bei einer solchen Meldung natürlich immer sehr groß. Denn gerade dann, wenn die ganze Thematik einem vorkommt wie ein Buch mit 7 Siegeln, man unerfahren und sowieso schon etwas vorsichtig am Computer ist, dann kann eine Nachricht eines solchen Hackerangriffs ein echtes Unwohlsein auslösen. Auch, weil man sich nicht zu helfen weiß und sich der Gefahr ausgeliefert fühlt.

Doch nicht mit Levato! Wir versorgen Sie nicht nur mit der Meldung, sondern auch mit den passenden Hilfsmaßnahmen. Bitte besuchen Sie mit Ihrem Computer untenstehende Internetseite. Diese Internetseite testet aus der Ferne Ihren Router auf exakt die Schwachstelle, welche die Hacker ausnutzten. Wenn die Internetseite keine Schwachstelle findet, dann meldet Sie folgenden Satz im dritten Absatz: “Gratulation, der Test hat keine Probleme gefunden.” Bitte lesen Sie unbedingt bis zum dritten Absatz und seien Sie nicht vorschnell verängstigt. Die Anzeige, das alles okay auf Ihrem Router ist, ist nicht sehr gut sichtbar, was im ersten Moment verwirrt.

Hier geht es zur angesprochenen Seite:

  https://www.heise.de/security/dienste/portscan/test/go.shtml?scanart=1

Mitgliederfürsorge

Um unsere Mitglieder kümmern wir uns natürlich ganz besonders intensiv. Wer Mitglied bei uns ist und vom Hackerangriff betroffen ist, wenn also der obige Test positiv angeschlagen hat und eine Warnung zeigt, dann melden Sie sich bitte bei uns per E-Mail. Wir helfen Ihnen.

Information zur Mitgliedschaft finden Sie hier: Die Levato Mitgliedschaft.

Kanzlersorge

angela_merkel_august_2012Auch die Frau Kanzlerin zeigt sich besorgt. Nachdem im letzten Jahr der Bundestag gehackt wurde, kennt Frau Merkel die Gefahren aus erster Hand. Als wäre Sie eine Levato-Botschafterin und Mitglied bei Levato, sieht sie die Sache aber recht ruhig und rät das gleiche, was wir in einer solchen Lage raten:

“Wir müssen lernen, damit umzugehen. (…) Man darf sich davon auch nicht irritieren lassen, man muss nur wissen, dass es so etwas gibt, und lernen, damit zu leben.”

Das hätten wir kaum besser sagen können. Und damit man damit “leben lernt”, gibt es unsere Levato Kurse :-)

 

 


 

  Newsletter als PDF herunterladen

Einfach einen Rechtsklick ausführen und “Datei speichern” auswählen.

Levato in den sozialen Medien: