1 Spam-Mail – 4 fiese Tricks

deutschebank_spamDiese Spam-Mail im Namen der Deutschen Bank erreichte uns vergangene Woche. Darin gibt es gleich vier gemeine Tricks, die von den Betrügern angewendet werden.
Auch wenn Sie kein Kunde der Deutschen Bank sind und somit hier nicht direkt angesprochen werden, so lesen Sie bitte weiter, denn diese Tricks tauchen in abgewandelter oder identischer Form derzeit in sehr vielen Spam-Mails auf.

1) Absender gefälscht

Natürlich stammt diese E-Mail nicht von der Deutschen Bank. Dass Spam-Mails im Namen großer Firmen versendet werden, ist mittlerweile ein Klassiker. Dass wir hier das bekannte Logo der Bank sehen, ist noch kein Garant für Echtheit. Die Betrüger haben das Logo schlichtweg kopiert und in die E-Mail eingebaut.

2) Vorwand erfunden

Der Vorwand, mit dem man auf eine Internetseite gelockt werden soll, ist frei erfunden. Keine Bank wird Sie jemals dazu auffordern, dass Sie sich in Ihr Online-Banking einloggen müssen, bspw um Ihre Daten zu überprüfen. Die angebliche Untersuchung des Kontos ist nur ein Trick der Betrüger. Klicken wir auf den Link, so können zwei Dinge passieren:

a) Wir landen auf einer gefälschten Internetseite, auf der unsere Anmeldedaten für das Online-Banking abgefangen werden.

b) Möglicherweise befindet sich hinter dem Link “Login ausführen” aber auch eine Internetseite, auf der man sich unbemerkt schadhafte Anwendungen (z.B. Trojaner) einfängt.

3) Mail angeblich virengeprüft

Sie sehen in der Mail das Logo von Norton, einem bekannten Virenscanner. Dies soll bei uns den Eindruck erwecken, dass es sich um eine seriöse, virengeprüfte E-Mail handelt. Allerdings kann jeder ein solches Logo einfach in seine E-Mail einbauen, so wie auch das Logo der Bank einfach kopiert und eingefügt wurde. Ein Logo eines Virenscanners in einer E-Mail heißt noch lange nicht, dass es sich hier auch wirklich um eine seriöse E-Mail handelt.

4) Erfundener Zusatz “Ich habe kein Konto”

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Besonders kurios ist der Zusatz am Ende der Mail “Ich habe kein Konto (E-Mail falsch adressiert)”. Hierzu muss man bedenken, dass E-Mails wie diese meist nach dem Gießkannenprinzip an tausende Menschen gleichzeitig verschickt werden. Den Betrügern ist völlig klar, dass nur ein Bruchteil der Adressaten wirklich Kunde bei der Deutschen Bank ist und somit für den Betrug in Frage kommt. Alle anderen Menschen werden sofort merken, dass es sich um Betrug handelt, denn wer kein Konto besitzt, der kann ja eigentlich auch gar nicht angeschrieben werden. Genau hier beugen die Betrüger vor und geben sozusagen bereits zu, dass die Mail “falsch adressiert” sein könnte. Dahinter kann man zwei Beweggründe vermuten:

a) Es soll der Anschein gewahrt werden, dass es sich um eine seriöse Mail handelt. Man möchte erreichen, dass Empfänger, die gar kein Konto bei der Deutschen Bank besitzen, die E-Mail nicht als Spam markieren. 

b) Falls es den Betrügern nur darum geht, dass der Empfänger einen Link in der Mail anklickt, so wäre dies eine Möglichkeit, auch die Menschen zum Klicken zu bewegen, die gar kein Konto bei der Deutschen Bank besitzen.

Sie sehen, selbst in so einer kleinen Mail verbergen sich gleich vier gemeine Tricks. Dies zeigt, wie viel Mühe sich die Betrüger heutzutage geben.


 

Tricks der Spam-Mafia

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