Hätten Sie die Abzocke erkannt?

internetbetrug_am_telefonDie Fastnacht ist überstanden und wir liefern einen zweiten ausführlicheren Newsletter in dieser Woche, wie angekündigt.

Am Montag ging es um Sturm-Warnungen, es fehlte leider die Spam-Warnung. Deswegen senden wir heute gleich zwei Spam-Warnungen! Beide Betrugsmaschen sind sehr neu und verbreiten sich rasant. Daher bitten wir um Ihre besondere Aufmerksamkeit.

Berichten Sie auch Bekannten von diesen Geschehnissen!

Bitte lesen Sie also diese Warnmeldungen, es geht um Ihre Sicherheit.

Spam-Warnung 1

  Internetbetrug am Telefon

 

Spam-Warnung 2

  Falsche Warnmeldungen am Handy

Falsche Warnmeldungen am Handy

handy_fakemeldungÜber gefälschte und erfundene Warnmeldungen am Computer haben wir ja schon häufiger berichtet. Immer wieder stößt man im Internet auf Seiten, auf denen einem vorgegaukelt wird, der Computer müsse bereinigt oder beschleunigt werden. Diese Meldungen sind in Wirklichkeit nichts anderes als trickreiche Werbeanzeigen. Wer darauf hereinfällt und anklickt, der wird meistens dazu gebracht, irgendwelche sinnlosen Programme herunterzuladen, die angeblich zur Reinigung gedacht sind, aber in Wirklichkeit auf dem Computer für noch mehr Schaden sorgen und weitere Werbeeinblendungen verursachen können.

Diese Masche begegnet uns zunehmend auch am Smartphone. Viele Apps sind werbefinanziert und auch am Smartphone surft man im Internet. Überall dort können uns gefälschte Warnmeldungen begegnen, die sich plötzlich öffnen. Besonders beliebt und aktuell: “Möglicher Virus entdeckt! Ihr Smartphone könnte mit einem Virus infiziert sein.” Es gibt aber auch noch andere Meldungen, zum Beispiel, das Handy sei zu langsam oder der Speicher voll. (Siehe Beispiele am Ende des Beitrags)

Danach soll man OK antippen, um den Fehler zu beheben. Dies sollten Sie auf keinen Fall tun! Hier können nun verschiedenen Dinge passieren. Manchmal werden schadhafte Dateien auf das Handy heruntergeladen, die zum Beispiel als angebliche Virenscanner getarnt sind. Manchmal wird man zu kostenpflichtigen Telefonnummern weitergeleitet, die man anrufen soll, um Hilfe zu erhalten. Die Tricks sind vielfältig. Alles beginnt aber mit der erfundenen Warnmeldung.

Was ist zu tun?

Wenn Sie solche Einblendungen auf Ihrem Handy sehen, bleiben Sie zunächst ruhig. Über die “Zurück-Taste” des Handys kommt man meistens wieder zurück und kann somit die Einblendung verlassen. Tippen Sie nicht auf “OK” oder “fortfahren”. Laden Sie im App-Store einen bekannten und offiziellen Virenscanner für Ihr Handy. Laden Sie auf keinen Fall Virenscanner herunter, die Ihnen in Einblendungen außerhalb des App-Stores auf dem Handy empfohlen werden. Überprüfen Sie die zuletzt installierten Apps und löschen Sie diese gegebenenfalls.

Levato hilft!

Um das Smartphone besser zu verstehen, empfehlen wir unsere passenden Filme zu Android-Smartphones und iPhones.

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App-Store, Android, Spam, Virenscanner – die wichtigsten Begriffe rund um Computer, Internet und Handy erklärt unser neues Levato-Lexikon.

Beispiele

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Alle diese Meldungen sind erfunden. Es handelt sich um Fälschungen. Das angebliche AntiVirus für Android hat nichts mit dem echten, bekannten AntiVirus zu tun.

Internetbetrug am Telefon

internetbetrug_am_telefonBetrugsversuche unterteilt man unwillkürlich oft in verschiedene Kategorien. Wir kennen Betrugsversuche im wahren Leben, auf der Straße, aber auch am Telefon, per Brief, per E-Mail oder auf Internetseiten. Besonders problematisch sind die Betrugsversuche, wenn sich zwei oder mehrere dieser Kategorien überschneiden. Weil wir dann weniger aufmerksam sind, wir weniger Erfahrungen in dieser scheinbar neuen Kategorie besitzen.

So haben wir erst in dieser Woche von folgender neuen Masche erfahren, bei der sich die Kategorien Telefon und Internet vermischen:

Microsoft am Telefon!

Wir erhalten einen Anruf von Microsoft (gelogen!), in dem eine nette Dame berichtet, man hat aus der Ferne festgestellt, dass unser Computer ein schwerwiegendes Problem aufweist (gelogen!). Die Dame bietet uns Ihre direkte, sofortige und kostenfrei Hilfe in dieser Angelegenheit an, es würden nur ein paar Daten von uns benötigt. Das wichtigste sei die IP-Adresse, denn nur dann könne aus der Ferne geholfen werden (gelogen!). Sehr gerne hilft uns die Dame natürlich, die IP-Adresse auszulesen, falls wir nicht wissen, was das ist und wie man sie herausfindet. Nach der Übermittlung der angefragten Daten kümmert sich die Dame im Auftrag von Microsoft um unsere Computerprobleme (gelogen!). Hierfür beendet sie das Telefonat wieder. Einige Stunden später ist mit den erfragten Daten (wie bspw. die IP-Adresse), die dem unerfahrenen Computernutzer nicht viel sagen und daher auch nicht problematisch erscheinen, ihr Computer gekapert, er ist in der Gewalt der Betrüger. Allerdings ohne, dass Sie es bemerken! Die Betrüger haben quasi in Ihrem Computer investiert, mit dieser geschickten Masche. Sie sind nun im “Besitz” eines Computers und können ihn für alle möglichen weiteren Verbrechen verwenden. Die Betrüger sammeln in gewisserweise diese entführten Computer und bauen ganze Netzwerke daraus. Man nennt diese Netzwerke dann ein “Bot-Net”.

Was tun?

Am besten einfach nie wieder ans Telefon gehen und keinen Computer mehr benutzen :-) Aber Spaß beiseite. Den Anrufen kann man sich gut erwehren, indem man immer dann skeptisch wird, wenn die Nummer unbekannt ist oder aus dem Ausland stammt. Generell bei Anrufen immer auf eine schriftliche zusätzliche postalische Bestätigung dessen beharren, was angeblich behauptet wird. Und egal wie unbedeutend und nichts-sagend Ihnen die Informationen erscheinen, die Sie von Ihrem Computer oder bezüglich Ihrer Internetverbindung preisgeben sollen (und sei es nur der Hersteller Ihres Routers!), tun Sie es nicht.

Levato zu Ihren Diensten

Mit unseren Filmen, unserem Lexikon und der Levato-Mitgliedschaft versuchen wir unser Bestes, Sie im Kampf gegen das digitale Unheil, das dort draussen existiert, stark zu machen.

Das bringt einen Mainzer zum Weinen

baby-443390_1920Anderorts unverständlich, wieso Fastnacht überhaupt gefeiert wird, trauert heute eine ganze Stadt um den Rosenmontagsumzug. Das erste Mal seit 25 Jahren findet in Mainz kein Umzug statt: Sturmwarnung.
Wir nehmen das als Aufhänger für unseren heutigen verkürzten Newsletter, denn auch wir sind heute nur halb arbeitsfähig. Im Laufe der Woche folgt ein zweiter Newsletter, bis dahin haben wir die Meeenzer Fastnacht überstanden :-)

In unserem verkürzten Rosenmontagsnewsletter haben wir für Sie zweierlei vorbereitet:

1. TV-Ausschnitte der Fastnacht online anschauen

Die Mainzer TV-Sendung “Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht” kann man sich in der ZDF-Mediathek anschauen. Die ZDF-Mediathek hält viele Sendungen für eine ganze Weile im Internet archiviert bereit, jederzeit kostenfrei und von überall abrufbar. Einzige Voraussetzung für das Anschauen ist der berühmt-berüchtigte Flash Player. Zu diesem Thema empfehlen wir Ihnen diesen Levato-Newsletter: hier klicken.

Unser heutige kostenfreien Erklärfilme zeigen Ihnen, wie die Mediatheken der beiden öffentlich-rechtlichen Fernsehsender funktionieren:

Wie funktioniert die Mediathek der ARD?

Wie funktioniert die Mediathek des ZDF?

2. Hilfe gegen Stürme jeder Art

Ob Regen, Sturm, Hagel oder schönster Sonnenschein: die Wettervorhersagen werden von Jahr zu Jahr genauer. Und zwar genauer in Raum und Zeit. Nicht nur, wann das Wetter gut oder schlecht wird, sondern auch “wo genau” es zum Beispiel regnen wird. Dieser räumliche Faktor sorgt dafür, dass ich bis auf die Minute genau sehen kann, wann es bei mir Zuhause anfangen wird, zu regnen. Am einfachsten und schnellsten sind diese Wetterinformationen natürlich mal wieder über das Internet abrufbar. Besonders interessant wird es, wenn man diese Wetterinformationen über das Handy abruft, sodass man auch unterwegs über den nächsten Regenguss bescheid weiß. Wir empfehlen hierfür die Installation einer passenden Wetter-App auf dem Handy. Sie wissen nicht, was eine App ist oder wie man sie installiert? Sie wissen nicht, wo es diese tollen Wetterinformationen gibt? Wir haben die Antworten:

Wie kann ich mich über das Wetter informieren?

Wie installiere ich eine App? (iPhone)
Wie installiere ich eine App? (Android)

MasterCard gesperrt?

mastercardIn einer ganz aktuellen Spam-Mail erhält man die Nachricht, dass die MasterCard-Kreditkarte wegen auffälliger Zahlungen gesperrt wurde – zu unserer Sicherheit. Nun soll die Karte wieder entsperrt werden, sonst entstehen angeblich Kosten.

Dies ist wieder einmal ein besonders gemeiner Trick – denn in der E-Mail wird der Sachverhalt so dargestellt, als geschehe dies alles nur zu unserem Schutz. Die Karte wurde angeblich zur Sicherheit unseres Kontos gesperrt. Dem Empfänger der Mail wird vorgegaukelt, er können froh sein, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Nun müsste die Karte aber wieder entsperrt werden, ansonsten wird eine neue Karte auf dem Postweg verschickt – und dies verursacht Kosten von 49,99 Euro.

Das klingt alles sehr plausibel, ist aber frei erfunden! Die angeblichen zusätzlichen Kosten dienen nur als weiteres Druckmittel, seine Daten so schnell wie möglich wie zu bestätigen. Wodurch diese direkt in die Hände der Kriminellen gelangen.

Klickt man auf den Link zur angeblichen “Verifizierung”, so gelangt man auf eine täuschend echt aussehende Internetseite, auf der man nun alle seine Daten eintragen soll. Tun Sie dies bitte auf keinen Fall! Diese Seite hat nichts mit MasterCard zu tun. Leider ist es den Betrügern ein Leichtes, eine Internetseite zu erschaffen, ein paar Logos einzufügen und damit den Anschein zu erwecken, es handele sich um eine seriöse Seite.

Lesen Sie dazu auch folgende Meldung: Die Tarnung der E-Mail-Betrüger

 

Hier sehen Sie die E-Mail:

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