Internetkriminelle entdecken die echte Welt

mantisDie typischen Betrugsmaschen des Internets sind mittlerweile ja einigermaßen bekannt. Und falls Ihnen diese nicht bekannt sind, so dürfen wir Sie dazu animieren, unsere Spam-Warnungen der letzten Wochen und Monate nochmals durchzulesen. Sie erhalten sodann ein recht gutes Gefühl dafür, wie die Betrügereien meist gestrickt sind.

Nun haben die “besten” Betrugskonzepte aus dem Internet in gewisser Weise einen so großen “Erfolg” gehabt, dass Sie von den Kriminellen in die echte, alte Welt außerhalb des Internets übertragen werden. Ein solches Konzept wollen wir heute vorstellen und zeigen, dass Erfahrungen, die Sie im Internet machen, auch für die Welt außerhalb des Internet von Wert sein können.

Sie alle kennen vermutlich das Konzept, dass Sie eine E-Mail von einem Kriminellen erhalten, die allerdings “getarnt” ist und als Absender ein ganz anderer Name erscheint. Klassischerweise steht als Absender dann eine große bekannte seriöse Firma. Die E-Mail selbst wird aber eigentlich von einer ganz anderen E-Mail-Adresse versendet.

 

Dieses Konzept der Tarnung, also der Verkleidung in eine seriöse E-Mail-Adresse, wird nun ganz aktuell sehr verstärkt auch in der “echten” Welt angewendet, und zwar am Telefon. Die im Display des Telefons angezeigte Nummer wird verändert, wird getarnt, sodass hier nun eine Telefonnummer angezeigt wird, die zu einem seriösen Unternehmen, einer seriösen Organisation passt.

Die Kriminellen sind dabei sogar so dreist, dass sie als Tarnmantel die Telefonnummern der Polizei verwenden. Gerne werden auch die Nummern von Gerichten und Behörden genutzt.

 

Das nichts ahnende Opfer sieht dann im Display eine Nummer aus dem ansässigen Ortsnetz und geht natürlich dran, da die meisten unseriösen Anrufer normalerweise eher eine unterdrückte Nummer nutzen oder aus einer ganz anderen Stadt anrufen. “Aus meinem Ort ein Anruf, das wird ja vermutlich nichts Schlimmes sein”, denkt das Opfer dann. Am anderen Ende der Leitung meldet sich dann angeblich die Polizei, das Gericht oder eine Behörde, behauptet, man könne das ja kontrollieren, anhand der Telefonnummer, dass es sich tatsächlich um besagte Behörde handelt. Tut das Opfer dies dann, so ist es in den Fängen der Betrüger gelandet. Denn die Nummer “stimmt” ja ganz offensichtlich – so der Fehlschluss.

 

Nun beginnt das Grande Finale des Betrugs: es werden Überweisungen angemahnt, angebliche Rechnungen seien zu begleichen etc … Dies kennt man aus dem Internet, hier finden also wieder die bekannten Muster aus den Spam-Mails statt.

 

Der aktuelle Fall des “Nummernbetrugs” ist derzeit in vielen Medien diskutiert, es gibt Berichte in den Tageszeitungen, den großen TV-Sendern und im Radio. Da bisher offenbar niemand die in unseren Augen nahe Verwandtschaft zur Spam-Kriminalität herausgestellt hat, fanden wir es für Sie als unsere Leser interessant, einmal aufzuzeigen, wie kriminelle Konzepte auch aus dem “Online” des Internet in das “Offline” der realen Welt wandern können.

 

Und aus diesem Gedanken heraus dürfen wir so frei sein und behaupten:

Die Erfahrungen, die Sie im Internet machen, können durchaus auch hilfreich sein für eine erhöhte Sicherheit im realen Alltag!

 

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