Spam von Freunden und Bekannten

freundeDieser Trick ist in den letzten Jahren regelrecht zur Mode geworden. Er wurde möglich, vielleicht erinnern Sie sich, weil die Kriminellen viele Millionen sogenannter “Online-Identitäten” ergaunern konnten. Damals, als das in den Schlagzeilen war, sollte man als erste und wichtigste Handlung unbedingt vorsichtshalber das Passwort bei seiner E-Mail-Adresse ändern. Auch wir haben darüber berichtet.

Nun langsam machen sich die Langzeitauswirkungen dieser gestohlenen “Online-Identitäten” bemerkbar. Und diese sind folgendermaßen:

Der Diebstahl einer Online-Identität sieht oft so aus, als dass eine E-Mail-Adresse mit dem dazu passenden Adressbuch gestohlen wurde. D.h. der Kriminelle kennt dann von Person A die E-Mail-Adresse und zusätzlich die E-Mail-Adressen des ganzen Bekanntenkreises von Person A, die im Adressbuch standen.

Ein Effekt hiervon ist, dass auch wenn Ihre Online-Identität damals nicht unter den Opfern war, so stehen die Chancen sehr gut, dass irgendeiner Ihrer Bekannten als eine solche Person A betroffen war. Wenn Sie mit Ihrer E-Mail-Adresse im Adressbuch von Person A standen, so ist nun Ihre E-Mail-Adresse in den Listen der Kriminellen.

Für Sie hat das unmittelbar direkt erst einmal keine sicherheitstechnischen Probleme, nur für Person A. Ihre eigene Adresse ist weiterhin sicher, denn die Kriminellen kennen ja nur Ihre Adresse, und nicht Ihr Passwort. Person A muss sich hingegen Sorgen machen, Mail-Adresse und Passwort wurde gestohlen.

Da die Kriminellen aber sehr clever sind, machen Sie sich nun das Wissen um die sozialen Bezüge zwischen der gestohlenen Mail-Adresse von Person A und den Mail-Adressen aus dem passenden Adressbuch zu Nutze. Sie tarnen eine Spam-E-Mail als Person A und schreiben mit dieser getarnten Spam-Mail alle Mail-Adressen aus dem Adressbuch von Person A an. Der Bekanntenkreis von Person A kennt natürlich diese Mail-Adresse bzw. glaubt sie zu kennen. Und ÖFFNET die Spam-Mail direkt, ohne Bedenken, ohne genauer hinzuschauen, ohne zu zögern.

In so einem Fall dürfen Sie nicht denken, der Bekannte selbst hätte diese Spam-Mail verfasst oder seine E-Mail-Adresse sei gehackt worden. Oft ist die E-Mail nur als “von dem Bekannten kommend” getarnt, in Wirklichkeit stammt Sie meist gar nicht von ihm. Seien Sie dem Bekannten also nicht böse, er kann aktuell nichts mehr unternehmen. Seine Adresse wird nun zukünftig auf diese Art im Umlauf sein und er kann rückwirkend kaum etwas dagegen unternehmen.

Lesen Sie also jede E-Mail sehr aufmerksam, hinterfragen Sie alles. Gerade dort, wo die scheinbare Verlässlichkeit groß ist, bei Mail-Adressen, die man zu kennen glaubt, weil sie aus dem Freundeskreis stammen, gerade dort ist der Sturz in die Spam-Falle besonders groß. Und wenn einer Ihrer Freunde etwas unfreundlich reagieren sollte, dass Sie sogar ihn unter “Spam-Verdacht” stellen, dann berichten Sie ihm von unserer heutigen Spam-Warnung. Und tragen Sie in unseren Newsletter ein, dann lernt er was dazu 😉

Das Fazit für uns lautet demnach: Spam macht auch bei Freunden nicht Halt!

 

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