Die Anruf-Falle

Betrug_HackerNormalerweise nutzen wir unsere Rubrik “Spam-Warnungen” um wöchentlich auf neue Betrugsversuche hinzuweisen. Doch der aktuelle Fall ist derart hinterhältig und folgenschwer, dass wir heute unseren kompletten Newsletter gezielt dieser Betrugsmethode widmen wollen. Wir wurden sogar von einigen unserer Kunden darum gebeten, dies zu veröffentlichen: “Bitte machen Sie ganz dringend darüber einen Info-Newsletter!”

Es geht um eine Masche, bei der die Betrüger sich zunächst per Telefonanruf melden und sich dann unter einem Vorwand Zugriff zum Computer der Betroffenen verschaffen. Besteht erst einmal dieser Zugriff, so sind alle Daten in Gefahr. Passwörter der eigenen E-Mail-Adressen, das Online-Banking oder Paypal werden ausspioniert, der Computer kann sogar ferngesteuert werden. Wir haben über diese Masche in den vergangenen Monaten bereits mehrfach berichtet, unter anderem in unserem Buch “Tricks der Spam-Mafia“. Aufgrund des “cleveren” Auftretens der Betrüger wurden in den letzten Wochen dennoch gleich mehrere unserer Leser und Newsletter-Abonnenten Opfer dieses Betrugs und kontaktierten uns daraufhin. Wir zeigen Ihnen heute, wie der Betrug funktioniert und wie Sie sich davor schützen!

Hier ein Protokoll des Geschehens:

anfrufbetrug_1Es beginnt mit einem Anruf

Das Telefon klingelt. Der Anrufer, meist englischsprachig oder mit starkem Akzent, behauptet, von Microsoft zu sein. Der angebliche Grund des Anrufs: von unserem Computer würden kriminelle Dinge ausgehen. Es müsse jetzt sofort und auf der Stelle gehandelt werden! Der Anrufer will Zugriff auf den Computer nehmen, um sich darum zu kümmern und zu helfen. Eine Kundin berichtet, dass die Betrüger über mehrere Monate immer wieder angerufen haben. Zudem wird man stark unter Druck gesetzt. Eine Levato-Leserin schrieb uns: “Es klingt so echt!” Lässt man sich auf die Angelegenheit ein, so geht die Masche am Computer weiter.

anfrufbetrug_2Zugriff per Fernwartung

Programme zur Fernwartung sind eine wunderbare Hilfe im Computeralltag. Auch wir verwenden das Programm TeamViewer, um unsere Problemlösungen durchzuführen. Per Fernwartung kann man einen anderen Computer für einen bestimmten Zeitraum fernsteuern und dort zum Beispiel Fehler reparieren. Doch die Betrüger zweckentfremden nun genau ein solches Programm für ihren eigenen Angriff. Unter dem Vorwand, sie müssten den Computer überprüfen, nehmen die Kriminellen Zugriff. Sie können sich nun auf dem Computer umschauen, Programme installieren und Daten stehlen. Eine betroffene Levato-Kundin schreibt: Durch Eingabe des Passworts und Installation von TeamViewer konnten die alles machen. Sogar an mein PayPal kamen sie ran.” Währenddessen benutzen die Anrufer mitunter den Google-Übersetzer, um mit den Opfern zu kommunizieren und diese weiter unter Druck zu setzen. 

anfrufbetrug_3Der Gipfel der Unverschämtheit

Nachdem die Kriminellen sich auf dem Computer ausgetobt haben, kommt der Gipfel: Für ihre angebliche Hilfeleistung wollen die Betrüger im Anschluss auch noch Geld! Der Betrag soll zum Beispiel per Western Union bezahlt werden. An dieser Stelle, als es um die Bezahlung der geleisteten Dienste ging, haben dann auch unsere betroffenen Leser, die uns kontaktiert haben, die Reißleine gezogen, aufgelegt und die Internetverbindung getrennt. Das Problem: zu diesem Zeitpunkt hatten die Kriminellen bereits zahlreiche sensible Daten gestohlen. “Die haben alles: das Passwort zu meinem PC, meine E-Mail-Adresse, meine Kontonummern, mein Geburtsdatum.”

Wenn Sie betroffen sind

Ändern Sie umgehend alle wichtigen Passwörter zu sensiblen Diensten, wie vor allem:

  • Passwort der E-Mail-Adresse
  • Passwort beim Online-Banking
  • Passwort für PayPal
  • Passwort für wichtige Benutzerkonten wie Google-Konto, Apple-ID oder Microsoft Konto
  • Passwort für Online-Shops wie Amazon oder eBay

Wie man das Passwort der E-Mail-Adresse ändert, erfahren Sie in unserem ganz neuen Kurs “E-Mail und Spam“.

Vorsorge: Wie schütze ich mich?

Die Masche erinnert fast ein bisschen an den bekannten “Enkel-Trick”. Dass man keinen Fremden ins Haus lässt und auch keinem Fremden Geld gibt, ist jedem klar. Doch trotzdem fallen immer wieder viele Menschen auf den berühmt-berüchtigten “Enkel-Trick” herein. Die Betrüger sind einfach ungemein clever, sehr überzeugend und hollywoodreife Schauspieler!

Genau so verhält es sich mit dem Computer. Gewähren Sie niemals fremden Personen den Zugriff auf Ihren Computer! Und auch wenn Sie jetzt denken, dass Ihnen sowas nie passieren wird, seien Sie nicht zu sehr von sich selbst überzeugt. Bleiben Sie achtsam, denn Hochmut kommt vor dem Fall.

Ein Programm wie der TeamViewer zur Fernwartung ist zwar generell seriös und sehr hilfreich, von ihm geht grundsätzlich also keine Gefahr aus. Doch sollte man niemals auf ein Drängen hin einem völlig Fremden den Zugriff erlauben. Sollte es einmal dazu kommen, dass Sie das Gefühl haben, jemand greift unrechtmäßig auf Ihren Computer zu, so trennen Sie sofort die Internetverbindung, dadurch ist der Zugriff erst einmal gestoppt.


spam-cover-3d-freigestelltInformationen zu aktuellen Betrugsversuchen:

Lesen Sie aufmerksam unsere wöchentlichen Spam-Warnungen und unser Buch Tricks der Spam-Mafia. Auch die Falle mit dem angeblichen Microsoft-Anruf haben wir darin ausführlich beschrieben. Da diese Masche aktuell wieder vermehrt auftritt und auch die Spam-Mails nicht abnehmen, bieten wir unser Buch nun für kurze Zeit zum Aktionspreis von 9,90 Euro (statt 14,90) an.

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Kostenfrei reinschnuppern

Sie wollen vor dem Kauf erst einmal herein schnuppern? Kein Problem: Hier können Sie das Buch kostenfrei als eine Leseprobe herunterladen. Die Leseprobe ist 15 Seiten lang und komplett kostenfrei, für jeden verfügbar, ohne Abotricks, Fallstricke oder Einschränkungen.

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Das Bundeskriminalamt warnt! Wurden auch Sie ausspioniert?

darknetWieder erschüttert uns eine besorgniserregende Mitteilung: 500 Millionen gestohlene Datensätze wurden entdeckt. Bei diesem brisanten Fund durch das Bundeskriminalamt wurden E-Mail-Adressen und die dazugehörigen Passwörter von unterschiedlichen Diensten durch die Cyberkriminellen in einer zentralen Sammlung zusammgengefasst. Die einzelnen Datensätze stammen aus unterschiedlichen Quellen und aus unterschiedlichen Zeiten. Es scheint also so, als hätten sich hier Kriminelle aus verschiedenen Kreisen zusammen getan und quasi ihre “Beute” ausgetauscht.

Die Datensätze einer halben Millarde Nutzer bestehen jeweils aus einer E-Mail-Adresse und einem dazugehörigen Passwort. Man spricht in diesem Zusammenhang oft von einer so genannten “Online-Identität”. Zur Erläuterung des Begriff lesen Sie bitte unseren passenden Newsletter (hier klicken) oder schlagen Sie im Levato Lexikon bzw. im Levato Ratgeber für Digitales nach.
 

Kontrollieren Sie jetzt sofort, ob Sie betroffen sind!

Bitte warnen Sie alle Ihre Freunde und Bekannten und richten ihnen aus, sie sollen die gleiche Kontrolle durchführen. Sie können den Datensatz nämlich durch eine Zusammenarbeit des Hass-Plattner-Instituts und des Bundeskriminalamts nach der eigenen E-Mail-Adresse durchsuchen lassen. Auf diese Weise wissen Sie dann, ob Ihre E-Mail-Adresse durch die Cyberkriminellen gehackt wurde, ob Ihre Adresse und Ihr Passwort in der Beute der Kriminellen kursiert.
 

Identity Leak Checker

Hasso_Plattner_Insitut_Logo_and_wordmarkSo nennt das Hass-Plattner-Institut der Universität Potsdam die Internetseite, auf der man die eigene E-Mail-Adresse eintragen und dadurch kontrollieren kann, ob man betroffen ist. Klicken Sie hier, um Ihre Adresse zu überprüfen! Nachdem Sie Ihre E-Mail-Adresse dort eingetragen haben, erhalten Sie wenige Minuten später eine E-Mail mit einer guten oder einer schlechten Nachricht. Wenn Sie eine schlechte Nachricht erhalten, dann sollten Sie umgehend alle wichtigen Passwörter ändern, allen voran so schnell wie möglich das Passwort für Ihre E-Mail-Adresse. Wie Sie Ihr Passwort bei Ihrem E-Mail-Anbieter ändern, dazu haben wir für unsere Mitglieder ausführliche Erklärfilme. Wir zeigen, wie Sie die Adresse bei folgenden Anbietern ändern können: AOL, GMX, web.de, Gmail, T-Online.
 

Hier finden Sie den Erklärfilm:

  Das Passwort beim E-Mail-Anbieter ändern

 


 

Weiterführende Informationen

Noch mehr Hintergrundinformationen zu Spam-Mails, Betrugsversuchen, Cyberkriminalität und wie Sie sich davor schützen können, gibt es in unseren drei Büchern:

 
 

Was ist Bluetooth

Bluetooth-logoEine seltsame Bezeichnung: Blauer Zahn. So lautet die deutsche Übersetzung der Funktechnologie “Bluetooth”, die Ihnen sicher schon einmal irgendwo über den Weg gelaufen ist. Doch genauso rätselhaft wie der Name der Technologie ist vielen auch der Sinn und Zweck von Bluetooth. Wie es zu diesem merkwürdigen Namen kam, dazu folgt ganz am Ende ein kleiner Absatz, für all die Hintergrundinteressierten. Doch zu Beginn soll die Erläuterung zum Sinn und Zweck von Bluetooth stehen. Wie so oft wollen wir dabei nicht ausführlich erklären, wie Bluetooth technisch funktioniert oder andere Details erläutern. Es geht um die Grundlagen und um das “Wofür”!
 

Was ist das Besondere an Bluetooth?

Ganz salopp gesagt, ist Bluetooth so etwas wie der kleine Bruder des WLAN. Denn auch Bluetooth ist eine Funkverbindung, die zum Übertragen von Daten gedacht ist. Und auch beim Bluetooth werden Geräte kabellos miteinander verbunden. Es gibt aber zwei ganz wesentliche Unterschiede.

1. Bluetooth hat eine sehr geringe Reichweite. Es ist nahezu das schwächste Funksignal, mit dem wir es im Alltag zu tun haben. Alle anderen Funksignale (Smartphones, WLAN, Walkie Talkie, mobile Festnetztelefone), die man üblicherweise kennt und nutzt, sind stärker. Die Funkverbindung von Bluetooth ist oft nur über wenige Meter stabil und sobald man innerhalb der Wohnung den Raum verlässt, bricht die Verbindung ab.

2. Bluetooth ist eine Funkverbindung, die nur ganz gezielt zwischen zwei Geräten zu einem Zeitpunkt herrscht. Während diese beiden Geräte miteinander verbunden sind, können keine weiteren Bluetoothverbindungen hergestellt werden. Eine Bluetoothverbindung ist also eine sehr exklusive Angelegenheit. Beim WLAN ist es zum Beispiel so, dass der WLAN-Router eine Verbindung zu sehr vielen Laptops und Smartphones aufbauen kann und all diese Geräte dann mit einem Funksignal versorgt und die Geräte sogar untereinander kommunizieren können. Dies ist beim Bluetooth nicht möglich. Erst, nachdem eine Bluetooth-Verbindung zwischen zwei Geräten beendet ist, können die jeweiligen beiden Geräte eine neue Bluetooth-Verbindung zu anderen dritten Geräten herstellen. Stellen Sie sich also Bluetooth wie eine monogame, sehr treue Beziehung vor: erst, nachdem Schluss gemacht wurde, ist es erlaubt, eine neue Verbindung einzugehen :-)
 

Wofür brauche ich das?

handy und headsetBluetooth ist vor allem in der Welt der Handys und Smartphones sehr verbreitet. Es wurde nämlich wesentlich durch Handyhersteller in den 1990er Jahren mitentwickelt, vor allem, um kleinere andere Geräte mit dem Handy verbinden zu können. Besonders oft wird Bluetooth bei Freisprecheinrichtungen im Auto genutzt: hierbei verbindet sich das Smartphones automatisch mit der Freisprecheinrichtung im Auto, sobald der Fahrer in das Auto einsteigt.

Aber auch ein sogenanntes “Headset” (ein Kopfhörer mit integriertem Mikrofon) und Kopfhörer werden gerne über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Hier hat Bluetooth den großen Vorteil, dass kein unliebsames Kabelgewirr entsteht. Funkkopfhörer zu tragen ist sehr angenehm und gerade bei sportlichen Aktivitäten sehr beliebt. Ebenso ist ein Headset beim Arbeiten sehr nützlich. Egal ob im Haushalt, im Garten oder im echten Beruf: durch die kabellose Bluetooth-Verbindung kann das Headset zum Telefonieren genutzt werden und die Hände sind dabei komplett frei, um parallel Dinge erledigen zu können.

Bei Computern kommt die Bluetooth-Verbindung dagegen sehr viel seltener zum Einsatz. Es gibt eigentlich nur eine sehr bekannte Nutzungsart und zwar die Verbindung zu einer kabellosen Maus. Auch hier ist Bluetooth die zugrundeliegende Funktechnologie, welche die Maus auf kabellose Weise mit dem Computer verbindet.
 

“Das brauche ich ja gar nicht!”

Das sagen und denken sich sehr viele, denn Bluetooth ist eher eine Nische. Nur wenige sinnvolle Zwecke ergeben sich hierfür. Nicht wenige Nutzer von Computer und Handy haben bisher noch kein einziges Mal das Bluetooth genutzt. Und weil die Momente, in denen sich die Bluetooth-Nutzung bei den Smartphones lohnt, so selten sind, schalten sehr viele Menschen das Bluetooth einfach komplett aus. Angeschaltet wird es dann nur, wenn der Moment der Nutzung eintritt, so zum Beispiel in dem Augenblick, wenn man ins Auto einsteigt und die Freisprecheinrichtung nutzen will.

BatterietippEs gibt sogar einige weitere Gründe, das Bluetooth auszuschalten. Die ständig aktive Funktechnologie verbraucht nämlich im Hintergrund konstant Strom! Ein Smartphone-Akku mit ausgeschaltetem Bluetooth hält ein wenig länger und da im heutigen digitalen Alltag fast jede Minute zusätzliche Akkulaufzeit sehr willkommen ist, ist der Verzicht auf das Bluetooth ein oft angepriesener Akku-Tipp. Wahre Wunder sollte man in der hierdurch verlängerten Akkulaufzeit aber nicht erwarten.

Weiterhin ist Bluetooth wie jede andere Funktechnologie auch durchaus anfällig für Sicherheitsrisiken. Zwar ist das Bluetooth wegen seiner sehr geringen Reichweite von wenigen Metern nicht sonderlich interessant für Cyberkriminelle, doch in einer vollbesetzten U-Bahn oder in einem Einkaufshaus ist die geringe Reichweite für die Kriminellen nicht mehr hinderlich. Zwar sind keine großen Angriffe auf Smartphones über Bluetooth bekannt und ganz so einfach ist es nicht, über Bluetooth auf ein anderes Smartphone zuzugreifen (ganz im Gegenteil: hier muss ein hochbegabter Hacker aktiv sein!), doch die Gefahr existiert, das muss offen gesagt werden. Daher ist das Ausschalten des Bluetooth zu den Zeiten, wenn es nicht genutzt wird, absolut empfehlenswert.
 

Woher kommt der Name?

blauzahn personDer sonderbare Name „Bluetooth“ leitet sich vom zehnten dänischen König namens Harald Blauzahn ab. Im Englischen ist sein Name Harald Bluetooth. Es war ihm zu verdanken, dass zu seiner Herrschaftszeit verfeindete Teile von Norwegen, Schweden und Dänemark vereint wurden.

blauzahn runenDiese Vereinigung von verfeindeten Lagern ist durchaus als Metapher sinnvoll, denn die Bluetooth-Funktechnologie ist ein Standard, der es ermöglicht, unterschiedliche Geräte von unterschiedlichen Herstellern mit unterschiedlichen Betriebssystemen derart zusammen zu bringen, dass sie miteinander kommunizieren und Daten austauschen können.

Das Logo des Bluetooth ist ebenfalls sehr eigenartig und basiert passenderweise auf der selben Geschichte. Es zeigt die beiden Runen, die für die Initialien des Harald Blauzahn stehen: H und B.
 


 

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Fake-Post: Polizei warnt vor gefälschtem Haftbefehl

Polizei Modellwagen OriginalEin Schreiben von der Polizei ist oft besorgniserregend und kein gutes Zeichen. Erst recht, wenn es sich um einen Haftbefehl handelt! Da kommt verständlicherweise Panik auf. Und diese emotionale Reaktion machen sich die Betrüger zu Nutze. Mit gefälschten Haftbefehlen versuchen Sie, ihre Opfer dazu zu bringen, eine Telefonnummer anzurufen. Denn die Panik führt natürlich dazu, dass man als Empfänger des Haftbefehls schnell versucht, die Lage zu klären. Aktuell sind diese Haftbefehle noch vor allem auf postalischem Wege “im Einsatz”, wie unser heutiger Fall zeigt. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis die Methode auch in die digitale Welt der Spam-Mails Einzug hält. Daher warnen wir Sie schon früh vor dieser Masche.
 

Grundsätzliches zum angeblichen Haftbefehl

Das Schreiben ist sehr gut gefälscht. Die gesamte Aufmachung sieht sehr “behördlich und amtlich” aus, es gibt einen Amtsstempel und der Text ist in typischem Beamtendeutsch verfasst. In Diesem angeblichen Haftbefehl ist davon die Rede, dass eine Zahlung von 28,500 Euro verhindern würde, dass eine sofort drohende Haftstrafe von 950 Tagen angewendet wird. Dies ist frei erfunden. Weder eine Zahlung noch eine Haftstrafe steht aus. Weiter unten können Sie das komplette Schreiben anschauen und durchlesen. Wir haben ein Foto eingefügt, welches von der Polizei in Hildesheim veröffentlicht wurde. Dort ist ganz aktuell ein solcher Betrugsfall öffentlich geworden.
 

Fakten

  1. Es gibt keinen Oberstaatsanwalt mit dem Namen Lohheide, der im Schreiben erwähnt wird.
  2. Der Sachbearbeiter Martin Koch ist ebenfalls nicht existent, der Name ist erfunden.
  3. Die auf dem Haftbefehl angegebene Telefonnummer gehört nicht zur Polizei.
  4. Das komplette Schreiben ist frei erfunden und ein Betrugsversuch.

Rufen Sie auf keinen Fall unter der angegebenen Nummer an und leisten Sie auch keine Zahlungen, wenn Sie dazu aufgefordert werden sollten! Wahrscheinlich könnten sich diese Fake-Haftbefehle häufen. Wenden Sie sich daher direkt an die Polizei, wenn Sie vollkommen aus dem Nichts ein solches Schreiben erhalten. Diese wird dann alles Weitere für Sie klären.
 

Was haben die Betrüger vor?

Natürlich ist die Verunsicherung bei einer solchen Sache groß und als Empfänger dieses “Haftbefehls” will man die Angelegenheit schnell aufklären. Im Text des Schreibens ist eine Telefonnummer angegeben. Und wer nun die Nummer anruft, die im Schreiben angegeben ist, wird ein Besetztzeichen hören. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Anruf ohne Folgen bleibt: Die Betrüger besitzen nun Ihre Telefonnumer und wissen, dass Sie “anfällig” für solche Betrugsversuche sind. Die Nummer wird an diverse Betrüger weitergeleitet, die aus dem Ausland agieren. So kommt es dann vermutlich alsbald zu ominösen Gewinnspiel-Anrufen, bei denen es viel Geld zu gewinnen gibt. Selbstverständlich ist auch dieses Gewinnspiel ein Betrug, bei dem weitere Daten von Ihnen abgegriffen werden sollen. Wenn Sie aber wenige Tage zuvor ein Schreiben mit einer amtlichen behördlichen (angeblichen) Strafzahlung erhalten haben und Sie also einen Geldgewinn dringend gebrauchen könnten, dann ist die Bereitschaft, bei dem Gewinnspiel mitzumachen, vermutlich sehr viel höher, als wenn Sie mit klarem Verstand ans Telefon gehen.

Besonders perfide: die Betrüger gehen mit dieser Masche offenbar gezielt ältere Menschen an. Im vorliegenden Fall berichtet die Polizeidienststelle Hildesheim, wurde ein 84-Jähriger mit dem Betrugsversuch kontaktiert. Das Schreiben, also den angeblichen Haftbefehl, sehen Sie unten in einem Foto. Sie können es mit einem Linksklick vergrößern, um den genauen Textinhalt zu studieren.

 

Fake Post Haftbefehl

 

Quelle: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/57621/3672301


 

App in den Urlaub: die 3 nützlichsten Tipps für die Ferien

Paar am StrandDer Sommer steht vor der Tür, die Schulferien starten in vielen Bundesländern und somit auch die Reisezeit! Smartphone und Tablet gehören dabei gewissermaßen zur Standardausrüstung, sind für die meisten Menschen also auch im Urlaub ständiger Begleiter. Einige Apps sind auf Reisen sogar ganz besonders nützlich! Neulich waren wir in Amsterdam. Von dort haben wir nicht nur tolle Bilder mitgebracht, sondern auch Tipps für nützliche Apps für unterwegs.
 

Der Google-Übersetzer

GoogleÜbersetzerEine weitere, sehr nützliche App für Auslandsreisen ist der “Google Übersetzer“. Das Besondere: mit der Anwendung kann man sogar live eingesprochenen, handschriftlichen oder abfotografierten Text von einer Sprache in eine andere Sprache übersetzen lassen. So können Sie beispielsweise ein Schild einer fremden Landessprache abfotografieren und alles auf dem Foto, was in der fremden Sprach schriftlich zu erkennen ist, wird durch die App übersetzt. Sie können sogar ein asiatisches oder kyrillisches Schriftzeichen mit dem Finger nachzeichnen, denn die Eingabe dieser Schriftzeichen ist natürlich auf dem Smartphone problematisch.

Häufig benutzte Sprachen wie Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch oder Spanisch sind auch offline, also ohne Internetverbindung verfügbar. Weitere Sprachen können aber in der App heruntergeladen werden, damit man diese ebenfalls unterwegs benutzen kann, wenn kein Internet in der Nähe ist. Sehr seltene Sprachen können nur bei bestehender Internetverbindung genutzt werden.

Der absolute Hit ist aber: Sie können einen deutschen Satz in das Mikrofon Ihres Smartphones sprechen und per Lautsprecher wird der Satz in der fremden Sprache abgespielt! Der Gesprächspartner kann dann in seiner Muttersprache antworten, spricht dabei ebenfalls in das Mikrofon des Handys und siehe da: Der Google Übersetzer gibt uns die Übersetzung in deutsch aus, als gesprochene Sprache über die Lautsprecher!

Bei Verständigungsschwierigkeiten mit Einheimischen ist der Google Übersetzer der ideale Reisebegleiter und Sie werden ihn schon bald sehr zu schätzen wissen! Der Google Übersetzer kann kostenlos aus dem App-Store heruntergeladen werden und auch die komplette Nutzung der App ist kostenfrei möglich!
 

Internet im Ausland

Smartphone Urlaub PanoramaDie mobile Datenverbindung des Smartphones ist im Ausland standardmäßig ausgeschaltet. Die Funktion nennt sich “Roaming“. Wenn das Datenroaming deaktiviert ist, dann können Sie über den Mobilfunk unterwegs kein Internet nutzen, es bleibt Ihnen nur die Möglichkeit eines WLAN-Netzes. Wenn das Roaming deaktiviert ist, laufen Sie keine Gefahr, zusätzliche Handykosten zu verursachen. Denn ausserhalb der EU sind die Internetkosten für Touristen sehr teuer. (Wichtiger Hinweis: Lesen Sie unseren Newsletter zum Thema “Roaming”.) Denn für die EU gab es erst kürzlich eine Neuerung bei den Tarifen!) Was ist zu tun, wenn man auch ausserhalb der EU das mobile Internet und Apps nutzen möchte, wie zum Beispiel WhatsApp, E-Mails oder den Internet-Browser? Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. Öffentliches WLAN benutzen

In anderen Ländern ist die Versorgung mit kostenfreiem WLAN weitaus besser als in Deutschland, fast jedes Restaurant oder Café bietet dort ein kostenfreies Funknetzwerk an. Im Ausland heißt das WLAN übrigens WiFi, halten Sie daher Ausschau nach Schildern mit der Aufschrift Free WiFi, Sie werden sicher bald fündig. Gehen Sie dann in die WLAN-Einstellungen Ihres Handys und verbinden Sie sich mit dem entsprechenden Netzwerk. Möglicherweise müssen Sie beim Kellner oder an der Rezeption eines Hotels erst noch nach dem Passwort fragen, damit Sie sich verbinden können. Nun können Sie für die Dauer Ihres Aufenthalts alle Apps verwenden, die eine Internetverbindung benötigen. Unser Erklärfilm zeigt das Anmelden in einem WLAN nochmals ausführlich: hier klicken für Apple Handys und hier klicken für Android Handys.

2. Datenpaket beim Mobilfunk-Anbieter buchen

Reisekoffer SommerurlaubFragen Sie vor Reiseantritt bei Ihrem Mobilfunk-Anbieter nach speziellen Reise-Angeboten. Bei fast allen Anbietern kann man sogenannte “Travel-Packs“, also Reisepakete dazu buchen. Hier erhält man dann für einzelne Tage oder eine ganze Woche ein zusätzliches Datenvolumen, das im weltweiten Ausland genutzt werden kann; und zwar auch in Ländern, die nicht zur EU gehören. Innerhalb der EU ist die Internetnutzung seit neuestem ohne Zusatzkosten möglich. Informieren Sie sich hier zu den weggefallenen Roaminggebühren innerhalb der EU.

3. SIM-Karte aus dem Ausland

Weltkarte SonnenuntergangFortgeschrittene Nutzer können auch im Ausland eine “Prepaid-SIM-Karte” erwerben und für die Dauer des Urlaubs ins Handy einsetzen. Manche Länder bieten sogar extra Touristen-SIM-Karten, die nur für einen bestimmten Zeitraum gelten. Eine solche Karte hat den Vorteil, dass man sie mit einem bestimmten Betrag aufladen kann und dann im ganzen Land jederzeit eine Internetverbindung hat. Zudem ist dies, je nach Reiseland, manchmal spottbillig.

Voraussetzung: das eigene Handy muss fremde SIM-Karten akzeptieren, also freigeschaltet sein. Weiterhin muss man eine solche Karte natürlich erst einmal erwerben, was häufig ausgereiftere Sprachkenntnisse voraussetzt. Wir haben vor einem Jahr beispielsweise in Sri Lanka eine einheimische SIM-Karte erworben und haben für umgerechnet 3 Euro ein Datenvolumen von 1,5 GB erhalten. Dies hat für den ganzen Urlaub ausgereicht und wir konnten jederzeit E-Mails schreiben, WhatsApp nutzen oder im Internet nach Hotels suchen.
 

Google Maps

Google Maps LogoDer kostenlose Landkarten-Dienst “Google Maps” ist auf dem Smartphone vor allem im Urlaub eine große Hilfe. Er markiert den aktuellen Standort, bietet einen Routenplaner und zeigt Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants an. Zur Benutzung der App ist allerdings eine mobile Datenverbindung nötig und genau diese ist im Ausland meistens nicht verfügbar. Aufgrund der sehr hohen Gebühren ist das sogenannte “Datenroaming” im Ausland standardmäßig deaktiviert. Hier gibt es allerdings eine tolle Abhilfe: Innerhalb der App lassen sich Kartenausschnitte nämlich herunterladen und somit auf dem Handy speichern. Dann können die Karten auch geladen werden, wenn unterwegs keine Internetverbindung vorhanden ist. Um Karten herunterladen zu können, muss man bei Google Maps allerdings mit einem Google Konto angemeldet sein. Wir haben hierfür einen Erklärfilm parat, sie finden ihn hier:

  ANDROID: Google Maps Karten speichern

  APPLE: Google Maps Karten speichern

Doch auch allen Nicht-Mitgliedern, die den entsprechenden Film nicht anschauen können, wollen wir als kleine Reisevorbereitung eine schriftliche Anleitung an die Hand geben, wie man bei Google Maps die Karten “offline” speichert. So gehts:

  1. Stellen Sie sicher, dass Ihr Smartphone mit dem WLAN verbunden ist
  2. Öffnen Sie die App “Google Maps” und suchen Sie einen Ort, zum Beispiel eine Stadt
  3. Tippen Sie in der unteren Leiste auf den Namen des Ortes
  4. Klicken Sie nun auf “Herunterladen”
  5. Bestimmen die Größe des Kartenausschnitts
  6. Tippen Sie erneut auf “Herunterladen”
  7. Geben Sie der Karte einen Namen
  8. Die Karte befindet sich nun unter dem Menüpunkt “Offlinekarten”

Offlinekarte

Nun wird die Karte in Ihrem häuslichen WLAN heruntergeladen und danach können Sie jederzeit von unterwegs Ihre genaue Position bestimmen und sich die Umgebung anschauen, auch wenn keine Internetverbindung vorhanden ist. Das Tolle: die Standortbestimmung läuft am Handy über GPS und funktioniert ohne Internet.
 

Levato-Hinweis:

Fuesse im MeerWenn Sie noch wenig Erfahrung an Ihrem Smartphone haben und mit Apps noch nicht viel anfangen können, so dürfen wir Ihnen folgende Kurse wärmstens empfehlen. Schauen Sie mal rein, die jeweils ersten Filme aus den Kursen sind kostenfrei:

  Smartphone Android

  Smartphone Apple iPhone

  Die besten Apps für Android Smartphones

  Die besten Apps für Apple iPhones

Hier lernen Sie die Grundlagen, wie man eine App installiert und wie Sie das Smartphone bedienen. Auch die WLAN-Einstellungen und das Verbinden mit einem WLAN werden ausführlich vorgestellt. Aber auch die Nutzung ganz besonders hilfreicher Apps stellen wir vor. Denn die Apps machen ein Smartphone erst so richtig “smart:-) Sie können natürlich auch sehr gerne Mitglied werden, wenn Sie es noch nicht sind. Dann haben Sie auch aus dem Urlaub die Möglichkeit, unsere Kurse zwischendurch mal schnell zu öffnen, wenn Sie mal nachschauen, wie etwas funktioniert. Als Mitglieder haben Sie nämlich immer und überall kostenfreien Zugriff auf alle unsere Kurse. Sogar auf die Kurse, die wir in Zukunft erstellen und veröffentlichen werden!

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Und nun einige Eindrücke der Reise:

(Wenn Sie auf die Bilder klicken, öffnen sie sich vergrößert.)


 

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