Diese E-Mails verunsichern ganz Deutschland

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Liebe Levato-Leser,
zur Zeit sind zwei trickreiche Spam-Mails im Umlauf, die sehr viele Menschen verunsichern. Wir haben in den vergangenen Wochen so viele besorgte Anfragen erhalten, dass wir uns dazu entschieden haben, einen Sondernewsletter zu veröffentlichen, um vor diesen beiden aktuellen Betrugs-Mails zu warnen. Wir wurden sogar von mehreren Lesern gebeten, darüber zu berichten. Diesem Wunsch kommen wir hiermit nach. Leiten Sie diese Seite auch gerne als Warnung an Ihre Freunde und Bekannten weiter.

1. Der angebliche Hacker

HackerDie E-Mail, die in den letzten Wochen für besonders große Aufregung gesorgt hat, ist unglaublich dreist. In der E-Mail behauptet der Absender ganz unverblümt, er hätte Ihren Computer gehackt. Doch damit nicht genug. Der angebliche Hacker behauptet weiter, er hätte zudem Ihre Kamera am Computer gehackt und Sie dabei gefilmt, wie Sie sich unseriöse Internetseiten angesehen hätten. Nun droht der Absender damit, diese Aufnahmen zu veröffentlichen und an alle Ihre Bekannten zu schicken, wenn Sie nicht einen bestimmten Betrag bezahlen. Dieses Geld soll per Bitcoin überwiesen werden. Die Mail endet also mit einer Erpressung.

Diese Mail kursiert in verschiedenen Versionen, zunächst auf Englisch, mittlerweile auch in Deutsch. Die Mail hat vielen Menschen einen sehr großen Schrecken eingejagt, vermutlich weil die Vorgehensweise so neu ist. Noch nie zuvor hat in einer Spam-Mail ein Betrüger uns so direkt angeschrieben und behauptet, er hätte unseren Computer gehackt. Vermutlich aus diesem Grund wurde die Mail von vielen Menschen ernst genommen.

Jedoch: Alles an dieser Mail ist frei erfunden! Egal wie abenteuerlich die Vorwürfe und Behauptungen klingen, lassen Sie sich nicht davon verunsichern! Ignorieren Sie die Mail, löschen Sie sie und denken Sie nicht mehr darüber nach. Es ist einfach nur ein dreister Betrugsversuch, nichts weiter. Ihr Computer wurde nicht gehackt, Ihre Kamera wurde nicht gekapert und es wurde auch kein Video von Ihnen gemacht.


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2. Die angebliche Amazon-Bestellung

Im Vergleich zum ersten Fall arbeitet diese Betrugsmail mit altbekannten Mustern. Trotzdem fallen viele Menschen darauf rein, weil sie so clever gemacht ist. Zuerst bekommen Sie per Mail eine fingierte Bestellbestätitgung, die so aussieht, als sei sie von Amazon:

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Durch die E-Mail sollen Sie denken, dass jemand in Ihrem Namen etwas bei Amazon bestellt hat. In der Mail gibt es einen Link zu den Bestelldetails. Es liegt also nahe, den Link anzuklicken, um herauszufinden, was es mit der Bestellung auf sich hat. Klickt man den Link an, so landet man auf einer Internetseite, die so aussieht, als sei sie von Amazon. Und auf dieser Seite steht dann: “Unregelmässigkeiten mit Ihrem Amazon-Konto”.

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Hier sollen wir also denken: “Ein Glück, Amazon hat die Unregelmäßigkeiten erkannt und die Bestellung gestoppt!” In Wirklichkeit ist dies aber alles frei erfunden! Alles hat nur das Ziel, dass wir danach unsere Amazon-Daten eingeben, um das angeblich sicherheitshalber gesperrte Konto wieder freizuschalten. Doch wenn wir dies machen, so landen die Anmeldedaten direkt in den Händen der Betrüger!

Sie sehen: Das Anklicken der Mail verursacht noch keinen Schaden, es gibt hier keine Viren oder Ähnliches. Der Trick beginnt erst damit, dass wir auf der Internetseite, die natürlich nicht zu Amazon gehört, unsere Daten eingeben sollen. Tun Sie dies auf keinen Fall! Alles an dieser E-Mail ist fei erfunden.


 

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