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Bonus: Schutz vor Gaunern

Hallo, schön Sie wieder zu sehen!

Wir schenken Ihnen sogar noch einen weiteren Kurs-Tag, heute geht es um das Thema Sicherheit und Schutz vor Betrügern. Dafür haben wir noch einige Filme und schriftliche Informationen für Sie vorbereitet.

Zudem gibt es eine ausführliche PDF-Datei mit weiteren wichtigen Informationen zu aktuellen Betrugsversuchen. Diese Datei können Sie direkt hier herunterladen und ausdrucken.

  PDF-Datei: Bitte hier klicken.

 

1. Betrügerische Browser-Benachrichtigungen

Internetseiten bitten uns oft beim Besuch um Erlaubnis, uns sogenannte “Benachrichtigungen” senden zu dürfen. Diese Anfrage erscheint oft als kleines Pop-up (Einblendung, die sich über den Bildschirm legt) mit der Meldung: „Möchten Sie Benachrichtigungen von dieser Seite erhalten?“ Das passiert am Computer, aber auch am Smartphone.

Wenn man zustimmt, darf die Website später und dauerhaft Benachrichtigungen auf Ihren Browser senden – selbst wenn der Browser gerade geschlossen ist, also gar nicht verwendet wird. Das funktioniert, weil die Benachrichtigungen über den Benachrichtigungsdienst von Windows, macOS, Android etc. ausgeliefert werden. Das Problem: Auch unseriöse Seiten nutzen dieses System und schicken betrügerische Nachrichten direkt auf den Computer oder das Smartphone. Da diese Meldungen auch dann erscheinen, wenn man den Browser aktuell nicht verwendet, erkennen viele Menschen nicht, dass diese Meldungen mit dem Browser zusammenhängen und von ihm verursacht werden. Das ist die grundlegende Masche dieser Betrugsmethode. Die Meldungen sehen aus, als seien sie direkt vom eigenen Handy oder Computer und die Inhalte werden dann nicht als Werbung interpretiert. Man vertraut dann den Meldungen. Dabei sind sie frei erfunden und meistens Betrugsversuche oder unseriöse Werbung. Diese Probleme treten vor allem bei Android-Geräten auf, selten am iPhone.

Im Browser kann man normalerweise unter den Einstellungen die Liste der Websites einsehen, die Benachrichtigungen senden dürfen, und diese Berechtigungen wieder entziehen. Viele Browser erlauben es zudem, die Anfrage für Benachrichtigungen generell zu deaktivieren, sodass keine Website mehr um Erlaubnis bitten kann.

 

Chrome Browser-App

/wp-content/video/android/browserbenachrichtigungen_chrome.mp4
 

Samsung Browser-App

/wp-content/video/android/browserbenachrichtigungen_samsung.mp4
 

Firefox Browser-App

/wp-content/video/android/browserbenachrichtigungen_firefox.mp4

 

 

2. Weitere erfundene Warnmeldungen

Erfundene Warnmeldungen können nicht nur als Browserbenachrichtigungen auf dem Gerät erscheinen, sondern auch als normale Werbeeinblendungen. Weil der Inhalt dieser Werbung aber so trickreich und geschickt gestaltet ist, werden diese Anzeigen oft nicht als Werbung erkannt, sondern mit echten Einblendungen des Handys verwechselt. Besonders häufig tritt dabei in letzter Zeit der PDF-Betrug auf. Wir haben zwei Beispiele für Sie dokumentiert:

Im ersten Fall (linkes Beispiel auf dem Foto) wird behauptet, die PDF-Version sei veraltet. Damit soll suggeriert werden, unsere PDF-App, die wir zum Anschauen von PDF-Dateien verwenden, sei nicht mehr aktuell und benötige ein Update, zu deutsch: eine Aktualisierung. Weiter heißt es: “Wenn Sie nicht rechtzeitig aktualisieren kann es sein, dass PDF-Dateien auf Ihrem Android-Gerät nicht geöffnet werden. Möchten Sie jetzt aktualisieren?” Zur Auswahl bekommt man “Ja” und “Jetzt aktualisieren”. Ein “Nein” oder “Später” gibt es nicht. Das ist ein deutliches Anzeichen für unseriöse Machenschaften. Es handelt sich nicht um eine echte und seriöse Meldung. Jede seriöse Meldung besitzt eine Option zum “Abbrechen” oder ein “Nein” zum Verhindern der Aktion. Mindestens ein “Später”, um den Vorgang zu verschieben, sollte vorhanden sein. Wenn diese Optionen fehlen, dann sind das klare Anzeichen eines Betrugs.

Am oberen Bildschirmrand wird zudem direkt die Installation einer (angeblichen) PDF-App angeboten, der Link führt in den Play Store von Google. Diese Anzeige, die auf Internetseiten und in werbefinanzierten Apps bildschirmfüllend auftauchen kann, macht sich Verschiedenes zunutze. Sie ist von der Gestaltung und vom Wortlaut aufgebaut wie eine Meldung, die auch von unserem Handy stammen könnte. Kaum jemand denkt daran, dass dies eigentlich eine ganze normale Werbung ist, über die man einfach hinweg schauen könnte. Weiterhin sind PDF-Dateien sehr übliche Dateien und fast jeder Mensch hat im Alltag mit PDF-Dateien zu tun. Fast niemand weiß aber genau, welche App denn eigentlich zum Öffnen der PDF-Dateien auf dem Smartphone genutzt wird und wie diese App heißt. Man weiß nur, dass PDFs wichtig sind und man sie braucht. Und dann kommt hinzu, dass von Experten immer zum regelmäßigen Aktualisieren von Apps geraten wird. Es wird immer empfohlen, Updates zu installieren, wenn sie verfügbar sind. Daher folgen viele Menschen dieser Aufforderung, obwohl es gar kein echtes Update ist, sondern eine Werbung. Aber: Hier wird nichts aktualisiert. Hier wird eine ganz neue App heruntergeladen. Und diese kann, direkt oder indirekt, Schaden auf dem Smartphone anrichten.

Schauen wir uns noch kurz die zweite Meldung an, im obigen Foto auf der rechten Seite zu sehen: Auch hier soll angeblich die PDF-App aktualisiert werden. Diese Meldung ist aber noch etwas bedrohlicher, denn es wird in diesem Fall behautet, “PDF-Dateien enthalten Viren”. Ein Schutz dagegen sei aktuell nicht gewährleistet, deswegen solle man aktualisieren. Auch hier wird aber nichts aktualisiert, sondern es wird eine ganz neue App installiert, wenn man den Anweisungen folgt.

Bedenken Sie: Alles was in diesen Meldungen steht, ist frei erfunden. Es ist eine Werbung, in der eine App beworben wird, der “Werbetext” entspricht aber nicht einer klassischen Werbung, sondern suggeriert über erfundene Zusammenhänge eine Bedrohung. Wenn Sie auf “Installieren” tippen, so sind Sie selbst tätig geworden und haben eigenständig die potenziell schädliche App installiert. Der Betrug besteht hier also in erster Linie einmal darin, den Menschen über einen psychologischen Trick zur Fehltat zu verführen. Die Fehltat ist final dann ein Antippen und Erlauben der “Aktualisierung” und damit der Installation. Ein Virenscanner oder andere Sicherheitsprogramme helfen in einem solchen Fall nicht. Nur Verstand, Erfahrung und Aufmerksamkeit helfen. Solche Werbeanzeigen mit erfundenen Warnmeldungen treten auch sehr häufig bei YouTube auf.

 

3. Datenlecks

Vielleicht haben Sie schon davon gehört: Immer wieder werden im Internet neue Datensätze mit gestohlenen E-Mail-Adressen und Passwörtern veröffentlicht. Die Daten stammen aus Datenlecks von verschiedenen Firmen aus den letzten Jahren und wurden nun in einer unvorstellbar großen Liste zusammengetragen und veröffentlicht. Diese Datensätze sind aber nicht nur den Internetkriminellen bekannt, sondern auch Sicherheitsinstituten, die den Kriminellen auf der Spur sind. Das Veröffentlichen der Listen dient damit auch dem Schutz der Nutzerinnen und Nutzer, denn dadurch kann man prüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse oder ein eigenes Passwort ebenfalls auf diesen Listen auftauchen.

Dafür gibt es vertrauenswürdige Internetseiten, mit denen man das testen kann. Auf den Seiten kann man seine Mail-Adresse oder ein Passwort eingeben. Die Seite hat Zugriff auf den Datensatz und kontrolliert, ob Mail-Adresse oder Passwort auf dieser Liste auftauchen. Falls ja, wird man darüber informiert und sieht sogar, bei welchem Onlinedienst, den man in der Vergangenheit genutzt hat, die Daten gestohlen wurden und wann das war. Dann sollte man sofort das Passwort ändern, falls es nicht sowieso schon seit dem geändert wurde.

 

Hier können Sie es testen

Ein solcher Anbieter, mit dem man das testen kann und der sogar in Deutschland sitzt, ist das Hasso Plattner Institut. Auf der Internetseite können Sie Ihre E-Mail-Adresse eingeben, um zu schauen ob Online-Identitäten veröffentlicht wurden. Dazu zählen auch zugehörige Daten wie Name, Anschrift oder Passwort für einen Onlinedienst. Die eingegebene Mail-Adresse wird abgeglichen und man erhält daraufhin per E-Mail eine Nachricht, in der man darüber informiert wird, ob die E-Mail-Adresse in Verbindung mit weiteren Daten schon in Datenlecks aufgetaucht ist. Außerdem erhält man eine Handlungsaufforderung, was dann zu tun ist. Der Vorteil ist, dass die Seite deutschsprachig ist und der Anbieter in Deutschland sitzt.

Hier geht es zu der Seite: HPI Identity Leak Checker Wenn Sie keinen Computer verwenden, sondern nur ein Smartphone oder Tablet, so können Sie diese Internetseite natürlich auch auf diesen Geräten öffnen, ein Computer ist keine Bedingung dafür. Die vorgestellte Internetseite funktioniert auf Smartphone und Tablet identisch.

Wir haben einen ausführlichen Film dazu erstellt:

/wp-content/video/passwoerter/hpi_check.mp4
Wichtige allgemeine Informationen
 
Dautermann Braun Aktion
 
Wir sind Andreas Dautermann und Kristoffer Braun von Levato und wir haben diesen Kurs für Sie erstellt.
 
  Alle Videos und Texte aus dem Online-Kurs dürfen Sie herunterladen. Um ein Video herunterzuladen, klicken Sie mit einem Rechtsklick in das Video, während es läuft.
 
  Der Kurs bleibt mindestens 2 Jahre lang für Sie verfügbar.
 
  Wenn das Video ruckelt und immer wieder zwischendrin stoppt, pausieren Sie es mit einem Linksklick in das Videobild hinein und warten 2-3 Minuten. Danach starten Sie das Video wieder.
 
  Wenn Sie gerne mehr über Levato erfahren wollen, klicken Sie hier: Das ist Levato!
 

 

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