Vor wenigen Wochen haben wir über eine neue Betrugswelle mit angeblichen Cloud-Mails berichtet. In den Mails wird behauptet, die Cloud sei voll, oder eine Zahlung sei fehlgeschlagen. Dass die Betrüger zur Zeit sehr häufig gefälschte Cloud-Mails versenden, ist natürlich kein Zufall: immer mehr Menschen verwenden tatsächlich Cloud-Dienste und bezahlen auch dafür. Wir sprechen in diesem Beitrag ausführlich darüber, was so ein Cloud-Speicher eigentlich kostet und warum es sich lohnen kann, diesen zu nutzen. Dafür haben wir auch einen neuen Film für Sie erstellt.
Darum ist eine Cloud sinnvoll
Ein Cloud-Speicher ist vor allem eine Absicherung. Fotos, Dokumente oder Kontakte sind dort nicht nur „abgelegt“, sondern geschützt vor Geräteverlust. Geht das Smartphone kaputt, wird gestohlen oder der Computer gibt plötzlich den Geist auf, sind die Daten in der Cloud weiterhin da. Cloud-Dienste können außerdem dabei helfen, lokalen Speicher auf dem Smartphone (oder auch Computer) freizugeben, ohne dass etwas verloren geht. Vor allem bei Fotos und Videos ist das enorm hilfreich. Sobald die Sicherung in der Cloud aktiv ist, wird die jeweilige Originaldatei dort gespeichert, während auf dem Smartphone nur noch eine platzsparende Vorschau der Datei verbleibt. Öffnet man bspw. ein Foto, das in der Cloud liegt, dann wird es automatisch im Hintergrund aus der Cloud geladen. So wird der Speicherplatz auf dem Gerät selbst geschont und man hat trotzdem weiterhin Zugriff auf alle Fotos.
Ein weiterer großer Vorteil der Cloud ist die Synchronisation zwischen mehreren Geräten. Fotos, Dokumente oder Notizen müssen nicht mehr manuell übertragen werden. Ein typisches Beispiel: Ein Foto wird mit dem Smartphone aufgenommen. Am Tablet oder Computer ist es aufgrund der Cloudsynchronisation, die im Hintergrund automatisch tätig ist, kurze Zeit später verfügbar. Änderungen oder neue Dateien erscheinen auf allen Geräten. So arbeitet man immer mit dem aktuellen Stand, egal ob am Handy, Tablet oder PC. Das reduziert Verwirrung, doppelte Dateien und die Frage: „Wo habe ich das eigentlich gespeichert?“. Die Sicherung von Daten auf einer externen Festplatte ist zudem zeitaufwändig, fehleranfällig und in Sachen Datenverlust weniger sicher.
Das sind die Kosten einer Cloud
Fast alle Cloud-Anbieter haben einen kostenfreien Einstiegstarif, das heißt, man bekommt einige GB Speicherplatz zur kostenfreien Nutzung. Erst wenn dieser Speicherplatz aufgebraucht ist, muss man zahlen, um den Speicherplatz zu erweitern. Und genau das ist der Punkt, an dem viele Menschen zurückschrecken. “Soll ich wirklich dafür bezahlen?”. Viele Menschen versuchen dann erst einmal, Daten aus der Cloud zu löschen, um wieder etwas Speicherplatz frei zu bekommen. Doch das bringt nur einen äußerst kurzfristigen Effekt. Gerade bei der Sicherung von Fotos und Videos wächst der Speicherbedarf jedes Jahr, das Problem kommt also immer wieder, wenn man nichts ändert. Man müsste ständig alte Daten löschen, um für freien Platz zu sorgen. Eine wöchentliche Sisyphusarbeit.
Aber was kostet es denn wirklich, für weiteren Speicherplatz beim Cloud-Anbieter zu bezahlen? Und wieviel Speicher bekommt man dafür? Wir haben uns das einmal genau angeschaut und zwar für die großen Anbieter Google, Apple, Microsoft und die Telekom. Dafür gibt es den folgenden neuen Film:
Fazit
Viele Menschen sind überrascht, wie günstig Cloud-Speicher eigentlich ist. Für wenige Euro im Monat bekommt man deutlich mehr Speicherplatz und oft zusätzliche Funktionen sowie Zugriff auf die eigenen Daten von mehreren Geräten. Oft dürfen sogar mehrere Personen den Speicher nutzen. Im Verhältnis zum Nutzen ist Cloud-Speicher oft günstiger als ein USB-Stick oder eine externe Festplatte – und deutlich sicherer, was den Datenverlust angeht.
Manche Nutzer machen sich in Sachen Cloud Sorgen um den Datenschutz. Wichtig ist zu wissen, dass die großen Cloud-Anbieter die Datenzentren sehr streng und gesetzeskonform absichern und moderne Verschlüsselung einsetzen. Die Daten sind dort in der Regel sogar besser geschützt als auf einem einzelnen Smartphone oder Computer. Entscheidend ist, ein sicheres Passwort bei der Einrichtung der Cloud zu verwenden und den Anbieter bewusst auszuwählen, damit er zu den eigenen Gerät passt. (Also zum Beispiel die Apple iCloud bevorzugt, wenn man einen Apple Computer besitzt.) Durch das Passwort werden die Daten verschlüsselt, fremde Menschen haben dadurch keinen Zugriff auf die eigenen Clouddaten.
Weitere Informationen für Mitglieder
Im Mitgliederbereich finden Sie zahlreiche weitere ausführliche Informationen zum Thema Cloud-Anbieter, Cloud-Speicher und Nutzung. Wir haben die wichtigsten Beiträge für Sie hier zusammengefasst:
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Apple-Account und iCloud
OneDrive: Die Microsoft-Cloud
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