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Wieder Betrug per SMS und WhatsApp

WhatsAppBetrug

In den letzten Wochen haben wir mehrere Zuschriften erhalten von Menschen, die betrügerische SMS oder WhatsApp-Nachrichten erhalten haben. Das zeigt: die Masche, über die wir in den vergangenen Jahren schon mehrfach berichtet haben, ist immer noch im Umlauf. Denn die Kriminellen sind längst dazu übergegangen, ihre Betrugsversuche nicht mehr nur per Mail, sondern auch per SMS oder WhatsApp zu versenden. Es gibt zahlreiche verschiedene Varianten, die häufigste davon ist der Paketbetrug.

 

Die gefälschte Paket-Benachrichtigung

Die Nachricht, die per SMS oder aber neuerdings auch bei WhatsApp verschickt wird, ist aber fast immer so aufgebaut, dass erst ein kurzer Text auf ein Paket verweist und danach erscheint ein Link zum Antippen. Besonders “erfolgreich” sind die Nachrichten, bei denen angeblich ein besonderer Umstand das Paket in der Auslieferung verhindert und man aus Neugierde dazu gebracht wird, den Link anzutippen. Hier drei Beispiele, die wir selbst erhalten haben:

In anderen Varianten der SMS heißt es zum Beispiel:
– “Ihr Paket ist da. Letzte Chance es abzuholen …”
– “Ihr Paket wurde verschickt …”
– “Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden …”
– “Ihr Paket kommt an, verfolgen Sie es hier …” oder
– “Dein Paket ist in der Warteschlange. Versand bestätigen …”

 

Die gefälschte Bank-Benachrichtigung

Es sind neben dem Paket-Betrug auch zahlreiche gefälschte Bank-Nachrichten im Umlauf. Darin wird meistens behauptet, dass es irgendwelche Probleme mit dem Online-Banking oder TAN-Verfahren gibt. Die Nachrichten werden im Namen verschiedener Banken versendet, unter anderem Sparkasse, Deutsche Bank und Volksbank. Die Banken selbst haben natürlich nichts mit den Nachrichten zu tun und sind selbst Leidtragende davon. Hier einige Beispiele für solche SMS, die wir selbst erhalten haben:

 

Was passiert, wenn man den Link antippt?

Der Erhalt und Lesen dieser Nachrichten ist noch nicht bedenklich. Was passiert, wenn man die Links antippt, dazu gibt verschiedene mögliche Szenarien. Im Falle der Paket-SMS könnte es beispielsweise passieren, dass nach dem Antippen Schadsoftware auf dem Handy installiert wird oder man sich ein Abo einhandelt. Diese Gefahr besteht vor allem auf Android-Smartphones. Denn auf dem iPhone von Apple kann Schadsoftware nicht so leicht installiert werden. Dennoch sollten Sie auch hier den Link nicht antippen. Bitte auch keinesfalls auf die SMS antworten oder die Nummer anrufen.

Manchmal werden auch direkte Zahlungsaufforderungen kleinerer Beträge angemahnt, damit die Zustellung des Pakets erfolgen kann. Da eine solche Zahlung dann vom Opfer selbst getätigt wird, können keine Sicherheitsmechanismen greifen.

Im Falle der Banken-Nachricht könnte es sich aber auch um Phishing handeln. Das bedeutet, dass sich möglicherweise eine Internetseite öffnet, auf der man sie dazu bringen will, die Zugangsdaten für Ihr Online-Banking einzutragen. Fällt man darauf herein, so landen die Zugangsdaten direkt in den Händen der Kriminellen.

 

Woher haben die Betrüger meine Nummer?

Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Quellen, aus denen die Kriminellen Ihre Nummer haben könnten, sind vielfältig. Die angeschriebenen Nummern können aus einem Datenleck stammen, das heißt, Ihre Kontaktdaten waren bei anderen Unternehmen hinterlegt und Hacker haben die Daten vom jeweiligen Unternehmen gestohlen. Die reine Tatsache, dass jemand Ihre Nummer hat, bedeutet also noch nicht, dass Sie einen Fehler gemacht haben oder sich sofort Sorgen machen müssen. Erst das aktive Anklicken des Links in einer solchen SMS bringt Probleme. Natürlich kann es auch sein, dass die Kriminellen schlichtweg nach dem Zufallsprinzip millionenfach Handynummern anschreiben. Was viele Menschen auch vergessen: Jeder, der Ihre Nummer hat (auch wenn sie nur erraten ist) kann Ihnen bei WhatsApp schreiben. Man erhält dann eine Nachricht, bei der statt eines Namens nur eine Nummer angezeigt wird. Solche Nachrichten können Sie ohne Gefahr erst lesen und danach entscheiden, ob Sie die Nachricht löschen und den Absender blockieren möchten. Hier unsere passenden Filme dazu:

 

So blockieren Sie eine Nummer

Android:

/wp-content/video/whatsappandroid/unbekanntenummer.mp4

 

iPhone:

/wp-content/video/whatsappiphone/unbekanntenummer_ios.mp4

 


 

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VG WORT

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E-Mail-Postfach voll – und nun?

Volles Mail-Postfach

E-Mails werden normalerweise nur als Kopie auf den Computer heruntergeladen, das “Original” verbleibt auf dem Server des E-Mail-Anbieters liegen. Der Vorteil dabei ist, dass wir mit vielen verschiedenen Geräten auf unsere E-Mails zugreifen können. Auch vom Smartphone, vom Tablet oder von einem fremden Computer aus können wir unser E-Mail-Postfach auf diese Weise abrufen. Alles ist überall auf dem gleichen Stand. Man spricht vom Synchronisieren, lesen Sie dazu auch unseren ausführlichen Beitrag im Archiv.

Es gibt aber einen Nachteil: Irgendwann ist der kostenfreie Speicherplatz beim E-Mail-Anbieter voll.

Wie groß der kostenfreie Speicherplatz ist, das hängt vom Anbieter ab. Dabei gibt es recht große Unterschiede. Anbieter wie GMX, Web.de und T-Online bieten standardmäßig kostenfrei nur 1 GB an, während Gmail mit kostenfreien 15 GB lockt. Bei Google wird der Speicherplatz allerdings auch noch für andere Anwendungen gebraucht, sofern man diese verwendet (zum Beispiel “Google Fotos”). Bevor der Speicherplatz aufgebraucht ist, erhält man in der Regel vom E-Mail-Anbieter eine Nachricht, in der man darauf hingewiesen wird, dass der Speicher langsam knapp wird. Man hat dann noch genug Zeit, zu handeln. Doch was ist zu tun? Es gibt drei Möglichkeiten:

 

1. Mails löschen

Papierkorb-KreisDie meisten Menschen beginnen instinktiv mit dem Löschen von E-Mails, wenn sie die Nachricht von einem vollen Postfach erhalten. Selbstverständlich kann man auf diese Weise Speicherplatz freischaufeln. Das Löschen von einzelnen Mails ist aber mühsam und manchmal auch ärgerlich, weil man viele Mails sicher gerne behalten möchte. Drei Dinge sollte man dabei immer beachten: Eine Mail, die aus reinem Text besteht, fällt quasi nicht ins Gewicht. Man müsste abertausende E-Mails löschen, um einen winzigen Effekt zu verspüren. Es sind vor allem die E-Mails mit großen Anhängen (Fotos und insbesondere Videos), die man löschen sollte. Sie verbrauchen deutlich mehr Speicherplatz. Mit dem Löschen wird das Problem meistens aber nur kurzfristig gelöst, nach einiger Zeit ist der Speicher wieder voll.

Levato-Tipp: Die meisten Menschen denken beim Löschen nur an den Posteingang und löschen nur empfangene Mails. Normalerweise werden aber auch alle gesendeten E-Mails in einem speziellen Gesendet-Ordner aufgehoben. Nicht selten verbergen sich hier noch Unmengen alter E-Mails, die reichlich Speicherplatz belegen und häufig nicht mehr gebraucht werden. Und zuletzt gilt es zu beachten, dass die meisten Postfächer einen eigenen Papierkorb haben, in dem alle gelöschten E-Mails zunächst weiterhin aufgehoben werden. Erst wenn dieser Papierkorb geleert wird, wird der Speicherplatz wirklich freigegeben. Nach dem Löschen der E-Mails muss also der Papierkorb geleert werden, erst dann ist ein Effekt spürbar.

 

2. Mails auslagern

Download-KreisEine kostenfreie Möglichkeit, das Postfach “frei zu bekommen”s, ist das Auslagern von Mails auf den Computer. Dieser Weg funktioniert aber nur, wenn Sie die Mails am Computer mit einem E-Mail-Programm abrufen. Wir empfehlen dafür Thunderbird. Denn im E-Mail-Programm ist es möglich, sogenannte “Lokale Ordner” anzulegen. E-Mails, die in solche Lokalen Ordner bewegt/verschoben werden, befinden sich zukünftig nicht mehr auf dem Mail-Server Ihres E-Mail-Anbieters (und verbrauchen dort also keinen Speicherplatz mehr), sondern “lokal” auf dem Computer, im E-Mail-Programm. So wird entsprechend Speicherplatz auf dem Mail-Server frei und die Meldung des “vollen Speichers” verschwindet wieder für eine Weile. Nachteil: Sie können diese Mails danach ausschließlich auf dem Computer anschauen, nicht mehr auf anderen Geräten wie Smartphone oder Tablet und auch nicht mehr über den Webzugang Ihres E-Mail-Anbieters.

Tipp: In unserem Kurs zu Thunderbird finden Levato-Mitglieder viele Filme, unter auch zu lokalen Ordnern. Der Kurs wurde es kürzlich komplett überarbeitet und aktualisiert: Hier geht es zum Kurs.

 

3. Speicherplatz erweitern

Geld-KreisDie leichteste und schnellste Möglichkeit, bei der Sie alle E-Mails behalten und nichts auslagern müssen, ist das kostenpflichtige Erweitern des Speicherplatzes beim E-Mail-Anbieter. Alle E-Mail-Anbieter bieten die Möglichkeit an, Speicherplatz hinzu zu kaufen. Obwohl viele Menschen davor zurückschrecken, sollte man dies in Erwägung ziehen. Es handelt sich in der Regel nur um wenige Euro pro Monat. Die kleine Investition erleichtert den digitalen Alltag deutlich. Sie werden das “Problem” des vollen Speichers sofort und ohne Zusatzmühe los, können alle alten Mails behalten und Sie haben eine dauerhafte Lösung.

Wir haben einmal für Sie nachgeschaut, was zusätzlicher Speicherplatz bei bekannten E-Mail-Anbietern derzeit kostet:

Bei GMX erhält man standardmäßig 1 GB kostenfrei, für 3,99 € im Monat 5 GB Speicherplatz und für 6,49 € im Monat 10 GB Speicher. Dazu kommen noch weitere Vorteile, wie zusätzlicher Cloudspeicher, zusätzliche Mail-Adressen und zusätzliche Postfächer. Hier geht es zur Tarif-Übersicht von GMX.

Bei Web.de erhält man kostenfrei 1 GB Speicherplatz für die Mails. Für 3,99 im Monat gibt es Speicherplatz für bis zu 500.000 E-Mails, zudem weitere Vorteile wie zusätzliche Postfächer (bis zu 256) und 7 GB Cloudspeicher. Hier geht es zur Tarif-Übersicht von Web.de.

Bei T-Online erhält man für 2,95 € im Monat 15 GB Speicherplatz für die E-Mails. Der Tarif nennt sich “Mail M”. Hier geht es zum Tarif der Telekom.

Bei Gmail hängt der Speicherplatz immer mit dem Google-Konto zusammen, da hier noch andere Anwendungen auf den Speicherplatz zugreifen können. Für 1,99 € im Monat erhalten Sie bereits 100 GB, für 2,99 € sogar 200 GB. Dies ist mit Abstand das beste Preisleistungsangebot aller Anbieter. Hier geht es zur Tarif-Übersicht von Google.

Stand aller Angaben ist April 2024.

 

Fazit und Empfehlung

Oft werden wir in dieser Sache kontaktiert, viele Menschen haben verständlicherweise eine Abneigung gegenüber wiederkehrenden Kosten und Abos. Die Kosten für eine solche Speicherplatz-Erweiterung sind jedoch gering, das Abo ist meist monatlich kündbar. Man steckt also in keiner “Abofalle” fest und die Kosten sind überschaubar. Gleichzeitig ist die Leistung, die man für diesen Betrag erhält, im wahrsten Sinne des Wortes das Geld wert. Die oben geschilderten Alternativen, das manuelle Aussortieren und Löschen alter E-Mails oder das Auslagern der E-Mails, haben diverse Nachteile und kosten eine Menge Zeit und Mühe. Für den geringen Betrag einer Speicher-Erweiterung ist man nicht nur das akute Problem des vollen Speicherplatzes los, sondern man kann auch alle E-Mails behalten und wird das Problem dauerhaft los. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine solche kostenpflichtige Speicherplatz-Erweiterung Kopfschmerzen verhindert und Zeit spart.

 


 

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